Der Weg zum Glück ist mein Thema zum Start ins neue Jahr. Ich wünsche ich Ihnen Gesundheit, erfüllende persönliche Beziehungen, Freude und Erfolg beim Umsetzen Ihrer Ziele und Pläne – und natürlich viel Glück!

Glück – ist es nicht unser ganzes Streben und unsere tollste Emotion? Gleichzeitig ist es ein sehr vielschichtiger Begriff und ein wenig eindeutiges menschliches Konzept. Glück wünschen wir alle uns. Wenn wir glücklich sind, wollen wir’s bleiben. Manchmal verpassen wir das Glück. Manchmal merken wir nicht, dass wir glücklich sind. Hirnforscher, Soziologen, Physiologen, Demoskopen denken über Glück nach. Wir sollten es auch tun. Glück kommt auch mit dem Bewusstsein für Glück und bleibt vermutlich länger, wenn wir die Machbarkeit von Glück nicht überschätzen.

Neurotransmitter auf dem Weg zum Glück

Wissenschaftlich nachweisbar ist, dass Glücksgefühle durch bestimmte Botenstoffe im Gehirn ausgelöst werden. Dopamin, Serotonin, Endorphin – wenn diese Neurotransmitter ausgeschüttet werden, sind wir nicht auf dem Weg zum Glück. Dann sind wir glücklich.

Aber wann werden sie ausgeschüttet? Wir wissen es aus eigenem Erleben: beim Essen, beim Sport, wenn wir entspannen, beim Sex. Depressive Menschen können durch Medikamente diese Stoffe zuführen. Es gibt also Wirkungsmechanismen im Körper, die uns glücklich machen. Das Streben nach Glück ist deshalb in gewisser Weise nichts anderes als die Versuche, unser Hirn zur Ausschüttung von Neurotransmittern zu bewegen. Und da wird’s knifflig.

Aktivitäten auf dem Weg zum Glück

Von Mentaltraining über Yoga, Golfabschlag, Manager-Seminare und religiöse Rituale – es gibt jede Menge Angebote, die uns beim Streben nach Glück helfen können. Ist Glück eine Frage der Übung? Teilweise schon. Glück setzt einerseits die Abwesenheit negativer Gefühle voraus. Andererseits erfordert es die Wahrnehmung bestimmter Sinneseindrücke. Beides lässt sich tatsächlich trainieren.

Viele Aktivitäten erleichtern es uns, Glück zu empfinden. Wer sich in der Natur bewegt, Wind und Sonne spürt, Blumen am Wegesrand sieht, wer beim Sport ganz in der eigenen Körperlichkeit ist und den Verstand ausschaltet, der oder die ist schon ziemlich dicht dran am Glücksgefühl.

Auch wer bei der Gartenarbeit oder durchaus auch bei geistiger Tätigkeit ganz konzentriert im Tun aufgeht, wer also selbstvergessen im Flow ist, empfindet – erwartet oder unerwartet – Glück.

Ebenfalls wichtig ist der eigene Blick auf äussere Umstände und das eigene Ja zur gegebenen Situation. Manches ist relativ. Jemand der wenig zu essen hat, kann durch eine Mahlzeit glücklicher sein als jemand, der alles hat, durch weiteren Konsum. Manches ist absolut. Ein Bettler in Indien kann glücklicher sein als ein Millionär in Hollywood, wenn er die Fähigkeit hat, Glück zu empfinden statt nur danach zu streben.

Ist deshalb tatsächlich jeder seines Glückes Schmied? Sind wir verantwortlich dafür, ob wir glücklich sind oder nicht? Ist Glück eine Frage der inneren Einstellung?

«Viele Menschen wissen, dass sie unglücklich sind. Aber noch mehr Menschen wissen nicht, dass sie glücklich sind.»
(Albert Schweizer)

Auf dem Weg zum Glück – mit anderen statt alleine

Weniger flüchtig als die kurzen Glücksmomente, die durch körperliche Anreize entstehen, ist das dauerhafte Wohlgefühl, das wir empfinden können. Es hat wesentlich damit zu tun, wie wir die Interaktion mit anderen Menschen erleben und gestalten. Bindung und soziale Kontakte stabilisieren dauerhaft unser Wohlbefinden. Es stärkt unsere emotionalen Abwehrkräfte, wenn wir Freundschaften pflegen, Zuwendung geben und erleben, uns angenommen fühlen, optimistisch sind, anderen vertrauen.

Alleine glücklich sein ist schwierig. Das bedeutet auch: Der Einzelne ist gefordert, in der Begegnung mit anderen Menschen flexibel zu bleiben. Denn wenn andere für das stabile Wohlbefinden wichtig sind, kann es nicht einfach nur um die eigenen Bedürfnisse gehen. Gelingende Interaktion hat ihren Preis. Sie erfordert, dass wir geben und nicht nur nehmen, dass wir aufmerksam, verhandlungs- und veränderungsbereit bleiben, vergeben und vergessen können.

Wie wir unsere Interaktion mit anderen Menschen gestalten hängt allerdings auch davon ab, welche Gestaltungsspielräume wir haben. Wer in der Unternehmenshierarchie überwiegend Vorgaben von oben umsetzen muss, erlebt mehr Fremdbestimmung als Selbstbestimmung, was auf Dauer das Glücksempfinden beeinträchtigt.

«Gib jedem Tag die Chance, der schönste Deines Lebens zu werden.» (Marc Twain)

Ebenfalls wichtig ist der eigene Blick auf äussere Umstände und das eigene Ja zur gegebenen Situation. Manches ist relativ. Jemand der wenig zu essen hat, kann durch eine Mahlzeit glücklicher sein als jemand der alles hat durch weiteren Konsum. Manches ist absolut. Ein Bettler in Indien kann glücklicher sein als ein Millionär in Hollywood, wenn er die Fähigkeit hat, Glück zu empfinden statt nur danach zu streben.

Go for it!

Es ist Anfang Januar. Das Jahr liegt vor uns. Voller Möglichkeiten und Chancen. Voller erfreulicher Kleinigkeiten am Wegesrand der Alltagsroutine. Mit Wind und Wetter, Sonne und Regentropfen, die uns spüren lassen, wie lebendig wir sind. Dazu muss man nicht in der Karibik segeln, das gibt’s jeden Tag zu Hause. Wir haben jeden Tag die Freiheit, auf das zu blicken, was Mut und Freude macht. Wir haben in vielen Begegnungen die Gelegenheit, selber Freude zu schenken, denn, um es mit Goethe zu sagen, «die Freude, die wir geben, kehrt ins eig’ne Herz zurück».

Weiterführende Links in diesem Zusammenhang

Bildquelle: www.gograph.com