Ein besonderer Moment in meinem Leben! Seit Mitte Oktober bin ich deutsch-schweizerische Doppelbürgerin. Ich habe mich einbürgern lassen, weil beide Länder zu meinem Leben dazugehören, Deutschland ebenso wie die Schweiz.

Ich bin aufgewachsen in Ostwestfalen, habe in Münster, Rom und Bonn studiert, in Düsseldorf, München und Frankfurt am Main gearbeitet. Seit über 12 Jahren lebe ich in Zürich. Ich habe Familie am Bodensee, in Berlin und in Nordrhein-Westfalen. Meine Freundinnen und Freunde leben in unterschiedlichen Gegenden in Deutschland und in verschiedenen Winkeln der Schweiz. Als Beraterin bin ich seit vielen Jahren Industrienomadin und für meine Projekte in Deutschland und der Schweiz unterwegs.

Wanderin zwischen den Welten

Nicht nur privat, sondern auch beruflich liebe ich es, Wanderin zwischen unterschiedlichen Welten zu sein. Ich lasse mich gern auf unterschiedliche Menschen, Sprachen, Mentalitäten und Branchen ein. Mit jedem Projekt tauche ich in andere Inhalte, Aufgabenstellungen und Unternehmenskulturen ein.

Teutonin in Postkarten-Landschaft

Ich finde es schön, wenn ich bei einem Automobilhersteller in Niedersachen zwischen Menschen herumlaufe, mit denen mich die teutonische Körperlänge verbindet und die an meinem Hochdeutsch erkennen, in welcher Region ich aufgewachsen bin. Wenn ich im Rheinland bin, freut es mich, dass die rheinische Frohnatur nicht nur etwas Sprichwörtliches, sondern etwas Realexistierendes ist. In der Schweiz begeistern mich immer nach wie vor die Postkarten-Landschaften und die regionalen Unterschiede.

Deutsch und düütscher

Bunte Bilder im Kopf habe ich von einem Segeltörn in Kroatien, auf den ich das Kernteam eines Schweizer KMU begleiten durfte. Die Workshops zur Strategieüberprüfung fanden am Strand statt, die ganze Truppe sprach Walliserdeutsch und es hat keine zwei Gläser Weisswein gedauert, bis niemand mehr an eine mögliche Sprachbarriere dachte. Anschliessend haben sie mich nach Zermatt eingeladen, weil sie fanden, dass ich das Matterhorn sehen müsste.

Eidgenössische Sozialisierung

Verschiedene Kunden haben mein eidgenössisches Sozialisierungsprogramm mitgestaltet. Bei einem ITO- und BPO-Anbieter im «Bärnbiet» wurde ich ganz unkompliziert mit einem freundlichen «Gäu, Bärndüütsch isch ok?!» begrüsst. Mitarbeitende des Unternehmens haben mich später zum Aareschwimmen mitgenommen und der CEO der Firma hat mit mir in seinem Motorböötli eine kleine Rundfahrt auf dem Thunersee unternommen – «öppis für Uusländer und Turischte».

Die Geschäftsleitung einer Regionalbank im Emmental treffe ich traditionell zu einem herbstlichen Mittagessen. Sie führen mich jedes Mal an wunderschöne Orte. Zum Beispiel haben wir schon von der Hinterarnialp auf Bergpanorama und Nebelmeer geschaut. Vor allem aber haben wir uns über das Wiedersehen gefreut und uns erzählt, was wir erleben und was uns beschäftigt.

Und natürlich verstehen meine Business-Kontakte genau wie mein privates Umfeld, dass ich auch in der Schweiz am politischen Leben teilnehmen will. Die ersten Abstimmungsunterlagen habe ich bereits per Post ins basisdemokratische Geschehen im Kanton Zürich eingesteuert.

Freude!

In solchen Momenten fühle ich mich zu Hause, in meinem Job und auch ganz persönlich. Es sind die wertschätzenden Begegnungen mit Menschen, die Erlebnisse in der Zusammenarbeit, das gemeinsame Engagement für Ziele, das gemeinsame Kämpfen für die gute Sache, gemeinsame Erfolge und gemeinsames Lachen.

Diese Freude teile ich insbesondere mit allen, die diesen Blog lesen, weil sie mich kennen. Ich freue mich auf ein Wiedersehen – wo auch immer.

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